Salz - Nahrungsmittel, Heilmittel oder Gift?
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Beschreibung
Über den richtigen Umgang mit einer lebensnotwendigen Substanz
In diesem kleinen Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über Salz: Seine Herkunft, Heilkraft, Wirkung und vor allem die richtige Anwendung!
Salz kann tatsächlich ein Heilmittel für viele Beschwerden sein, wenn wir wissen, wie! Michael Gienger und Gisela Glaser sind beide erfahrene Praktiker der Naturheilkunde. Kompetent und gut verständlich schildern sie alles, was Sie wissen müssen für den richtigen Umgang mit Salz.
Taschenformat, durchgehend farbig, 96 Seiten
Leseprobe
Inhalt
Die Dosis macht das Gift 7
oder: Ist Salz nun gut oder schlecht?
Was ist Salz? 8
Bezeichnungen für Salz Was ist Kristallsalz?
Woher stammt Salz? 13
Wo entsteht Salz? Wann entstand Salz? Salzlager in Pakistan, Nordamerika und Europa Die Ähnlichkeit der Lagerstätten
Salz ein von der Natur gereinigter Stoff 18
Die Auslese bei der Ablagerung
Wie bildet sich Salz? 24
Die Elemente Salz: Substanz aus Natrium und Chlor Die Rolle des Wassers Die Ordnung im Salz Plastizität: eine Besonderheit des Steinsalzes
Wie wird Salz abgebaut? 35
Die historische Salzgewinnung Der moderne Salzabbau Meersalzgewinnung Bohrlochsolung Bergmännischer Abbau Salzproduktion in Pakistan (Bilder)
Wie wird Salz verwendet? 42
Speisesalz Chemischer Rohstoff Technisches Hilfsmittel Straßenwinterdienst Landwirtschaft Sonstige Verwendung
Bedeutung und Mythologie des Salzes 45
Der Name Salz Mythologie und Brauchtum Schutz Reinigung Heilung
Welche Eigenschaften besitzt Salz? 49
Lauge und Säure Schutz und Auflösung Die Verbindung zum Wasser
Was macht Salz im Körper? 52
Lebensnotwendige Funktionen von Salz Wirkungen von Natrium und Chlorid Eigenschaften der Begleitstoffe Spurenelemente Kann der Körper mineralische Substanzen verwerten? Wann entstehen aus Mineralstoffen Schlacken?
Was sind die Heilkräfte des Salzes? 56
Auslese, Läuterung und Reinheit Die enge Beziehung zum Wasser Der Säurenanteil Der Laugenanteil Das Gleichgewicht der Gegensätze Die kubische Kristallstruktur Die lebensnotwendige Substanz
Die Qualität des Salzes 60
Vorsicht Falle! Qualitätskriterien: Salzkristalle; Kristallsalz; Steinsalz; Raffiniertes Salz; Salz mit künstlichen Zusätzen Jodsalz Fluor im Salz
Salz als Heilmittel 72
Heilstollen Salzsteine als Heilsteine Reinigung von Heilsteinen im Salz Steinsalz-Leuchten Die Wirkung der Farben Heilwirkungen des Speisesalzes Das Speicheln Interessante Hausmittel: Salz bei Kreislaufschwäche; Der Salzkreis ums Haus; Wärme- und Kältesäckchen Die Heilkraft der Sole Die Verwendung von Sole Sole-Herstellung Salz in der Homöopathie
Heilkundliche Anwendungen von Sole 96
Sole-Trinkkur Sole-Kur zur Darmreinigung Sole-Bad Sole-Inhalation Nasenspülung Mund- und Zahnpflege Sole-Umschläge Salz-Socken Sole-Einreibungen Salzpeeling Sole-Anwendungen und andere Naturheilverfahren: Kräuterheilkunde; Aromatherapie
Heilwirkungen und Indikationen von A - Z 109
Dank 114
Abbildungsnachweis 115
Bibliografie 116
Adressen 118
___
Die Dosis macht das Gift
oder: Ist Salz nun gut oder schlecht?
Ohne Salz gäbe es kein Leben, wie wir es kennen! Keine lebende Zelle, kein Organismus kommt ohne Salz aus. Und doch beträgt die tödliche Dosis für einen Erwachsenen nur 30 Gramm. Ist Salz also ein lebensnotwendiger Giftstoff? Kann es schaden, kann es nützen, kann es heilen?
Die Urteile über das Salz fallen je nach vorherrschendem Trend höchst unterschiedlich aus: Noch vor wenigen Jahren wurde es verteufelt. Natrium, welches gemeinsam mit Chlor unser Salz (Natriumchlorid) bildet, wurde damals zu dem Übeltäter bei Bluthochdruck und anderen Beschwerden hochstilisiert. In der Folge wurde beim Mineralwasserkauf heftig um jedes Milligramm Natrium gefeilscht, während die Frühstückseier weiterhin kräftig gesalzen wurden.
Heute ist Salz plötzlich das Heilmittel gegen alles. Ein Löffel Sole (der immerhin 780 Milligramm Salz enthält!) am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen, scheint die Devise. Allergien, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Frauenleiden, Erkrankungen von Herz, Kreislauf, Nieren, Blase usw. alles scheint plötzlich mit Salz kurierbar zu sein.
Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich! Wie kann ein und derselbe Stoff einmal Gift und ein andermal Heilmittel sein? Im Grunde ganz einfach: Die Dosis macht das Gift! erkannte schon Paracelsus. Es kommt auf das richtige Maß an. Und genau hier werden die meisten Fehler gemacht. Viel mehr als die Herkunft (ob aus dem Himalaya oder aus Heilbronn), vermeintliche Begleitsubstanzen oder gar angeblich durch Druck verkleinerte Elemente entscheidet nämlich unser Umgang mit Salz, ob dieses heilsam oder schädlich für uns ist.
Michael Gienger und Gisela Glaser möchten daher mit diesem Büchlein wichtige, doch leider vielfach vergessene oder unbekannte Informationen zum richtigen Umgang mit Salz weitergeben. Beide sind Praktiker und besitzen große Erfahrung mit der Materie. Michael Gienger aus Tübingen ist einer der führenden Experten der Steinheilkunde, Gisela Glaser ist Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Nürtingen.
Beiden Autoren liegt Salz als Heilmittel sehr am Herzen, beide können aus Erfahrung von vielen positiven Wirkungen berichten. Doch der aktuelle Umgang vieler Menschen mit Salz ist sehr leichtfertig und aufgrund falscher Informationen manchmal auch gefährlich. Dieser bewußt knapp und überschaubar gehaltene Leitfaden ermöglicht einen sicheren und heilsamen Umgang mit Salz.
Was ist Salz?
Salz ist eine im Grunde sehr einfache Verbindung aus zwei Elementen. Natrium (Na) und Chlor (Cl) liegen im Salz genau im Mengenverhältnis 1 : 1 vor. Beide Elemente zählen zu den Top Twelve der Gesteine: Natrium hält mit einem Anteil von 2,6% den sechsten und Chlor mit 0,2% den elften Rang in der Reihenfolge der Häufigkeit. Das bedeutet, bei 93 natürlichen Elementen kommen Natrium und Chlor relativ häufig vor. Dementsprechend ist auch ihre Verbindung, das Salz, durchaus nicht selten.
Salz ist wasserlöslich, sein Hauptanteil findet sich daher in gelöster Form in den Weltmeeren. Würden die Ozeane komplett austrocknen, so würden sie eine enorme Menge an Salz hinterlassen: Der gesamte ausgetrocknete Meeresgrund, also 70% der Erdoberfläche, wären dann mit einer 60 m dicken Kruste eingetrockneter Substanzen überzogen und allein 47,5 m davon bestünden aus Salz! Eine unvorstellbare Menge!
Abb. 1: Salzablagerung beim Eintrocknen der Ozeane
Bezeichnungen für Salz
Da auch andere wasserlöslichen Substanzen (wie z.B. Magnesiumsulfat = Bittersalz) als Salze bezeichnet werden, spricht man beim Natriumchlorid in der Chemie oder Biologie auch vom Kochsalz, in der Geologie vom Steinsalz und in der Mineralogie vom Halit. Gemeint ist damit jedoch stets dieselbe Substanz.
Neuerdings hat sich auch der Name Kristallsalz eingebürgert, der ein besonders hochwertiges Steinsalz bezeichnen soll. Ganz glücklich ist diese Namenswahl jedoch nicht, denn der Zusatz Kristall- kann sich auf zweierlei beziehen: zum einen auf eine kristalline Struktur (die hat jedoch jedes Salz), zum anderen auf eine Kristallform (was die meisten so bezeichneten Salze eben nicht haben).
Was ist Kristallsalz?
Eine Substanz hat dann eine kristalline Struktur, wenn die Teilchen, aus denen sie aufgebaut ist, eine regelmäßige Ordnung besitzen. Im Kochsalz oder Steinsalz ordnen sich die Elemente Natrium und Chlor z.B. so an, daß eine würfelige innere Struktur entsteht (siehe Abb. 2). Man sagt daher, daß Steinsalz eine kubische Kristallstruktur besitzt (von lat. kubus = Würfel).
Abb. 2: Zusammensetzung des Steinsalzes
Substanzen, die eine solche innere Ordnung besitzen, nennt man kristallin. Steinsalz oder Kochsalz hat nun immer diese innere Ordnung, ganz egal ob das Salz in der Natur entstand oder im Reagenzglas. Es ist zur Entstehung dieser Struktur auch keinerlei Druck notwendig, die Struktur des Salzes entsteht praktisch von selbst (siehe auch das Kapitel: Wie bildet sich Salz?). So betrachtet ist Salz also immer kristallin. Jedes Salz wäre demzufolge ein Kristallsalz, die Bezeichnung als Qualitätsbegriff also wertlos.
Auf der anderen Seite spricht man von einem Kristall, wenn sich die innere Ordnung einer Substanz durch ein regelmäßiges Wachstum nach außen zeigt. Jedem ist hier sicherlich das Bild des Bergkristalls vor Augen, von dessen regelmäßiger Form der Name Kristall abgeleitet wurde. Aus dem ursprünglichen Mineralnamen für den klaren, eisähnlichen Quarz (griech. krystallos = Eis) wurde so die Bezeichnung für eine regelmäßige Form. Nebenbei bemerkt, mit dem griechischen christos = der Gesalbte hat der Kristall nichts zu tun!
Auch Salz kann Kristalle bilden, die seiner inneren Struktur entsprechend tatsächlich würfelförmig werden. Diese werden logischerweise Salzkristalle genannt. So betrachtet dürfte man eigentlich nur dann von Kristallsalz sprechen, wenn das Salz tatsächlich solche Kristallformen zeigt. Dann wäre der Name Kristallsalz tatsächlich ein Qualitätsmerkmal.
Kurioserweise wird der Name Kristallsalz im Handel jedoch meistens für derbes Steinsalz ohne Kristallform verwendet, das dadurch qualitativ vom gewöhnlichen Steinsalz abgegrenzt werden soll. Nur ein qualitativer Unterschied ist meist nicht zu finden. Vergleicht man z.B. eine aus Steinsalz bestehende Salzlampe mit den derben Brocken des sog. Himalaya-Kristallsalzes, so findet man keinen Unterschied. Und vollzieht man die Herkunftswege nach, so wird deutlich: Es gibt auch keinen Unterschied. Es ist dasselbe Salz aus denselben Minen! Sie können also ihre Salzlampe aufessen. Nur verzichten Sie bitte auf Birne, Kabel und Fassung!
Abb. 4: Derbes Steinsalz
Wir haben diesen kleinen Exkurs hier eingefügt, um deutlich zu machen, weshalb wir den Namen Kristallsalz in einem wesentlich engeren Sinne verwenden, als üblich (vgl. das Kapitel Die Qualität des Salzes). Ansonsten belassen wir es beim traditionellen Steinsalz oder der Einfachheit halber mitunter schlicht beim Salz.
Damit wir richtig verstanden werden: Der Begriff Kristallsalz ist als Handelsname durchaus in Ordnung, denn jedes Salz ist eine kristalline Substanz. Doch so, wie er allgemein verwendet wird, ist der Begriff Kristallsalz für sich allein noch kein Qualitätskriterium. Viel wichtiger ist die Garantie, daß das Salz naturbelassen, nicht raffiniert und frei von Zusätzen ist. Bitte lesen Sie dazu das Kapitel Die Qualität des Salzes.
Woher stammt Salz?
Salz ist ein Sediment.* Seine Bestandteile Natrium und Chlor waren vor langer Zeit in anderen Mineralien und Gesteinen gebunden. Durch Verwitterung wurden sie aus diesen herausgelöst und vom Wasser hinweggeschwemmt. Da Natrium und Chlor sehr gut löslich sind, verbleiben sie im Wasser, wenn dieses durch Bäche und Flüsse strömt. So tragen alle Gewässer den großen Seen, Meeren und Ozeanen ständig neues Salz zu. Doch während das Wasser verdunstet, um als Wolke und Regen zurück zu den Quellen zu finden, bleibt das Salz in Gewässern ohne Abfluß zurück. Es kann nicht verdunsten. Daher reichert es sich an, bis das Lösungsvermögen des Wassers das Salz nicht mehr halten kann. Es fällt aus und lagert sich als feste Kruste ab. Diese Art der Entstehung wird chemische Sedimentation genannt, da aus Substanzen unterschiedlichen Ursprungs nun ein chemisch neu zusammengesetztes Gestein entsteht.
* Sediment = Ablagerungsgestein, von lat. sedimentum = Ablagerung
In diesem kleinen Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über Salz: Seine Herkunft, Heilkraft, Wirkung und vor allem die richtige Anwendung!
Salz kann tatsächlich ein Heilmittel für viele Beschwerden sein, wenn wir wissen, wie! Michael Gienger und Gisela Glaser sind beide erfahrene Praktiker der Naturheilkunde. Kompetent und gut verständlich schildern sie alles, was Sie wissen müssen für den richtigen Umgang mit Salz.
Taschenformat, durchgehend farbig, 96 Seiten
Leseprobe
Inhalt
Die Dosis macht das Gift 7
oder: Ist Salz nun gut oder schlecht?
Was ist Salz? 8
Bezeichnungen für Salz Was ist Kristallsalz?
Woher stammt Salz? 13
Wo entsteht Salz? Wann entstand Salz? Salzlager in Pakistan, Nordamerika und Europa Die Ähnlichkeit der Lagerstätten
Salz ein von der Natur gereinigter Stoff 18
Die Auslese bei der Ablagerung
Wie bildet sich Salz? 24
Die Elemente Salz: Substanz aus Natrium und Chlor Die Rolle des Wassers Die Ordnung im Salz Plastizität: eine Besonderheit des Steinsalzes
Wie wird Salz abgebaut? 35
Die historische Salzgewinnung Der moderne Salzabbau Meersalzgewinnung Bohrlochsolung Bergmännischer Abbau Salzproduktion in Pakistan (Bilder)
Wie wird Salz verwendet? 42
Speisesalz Chemischer Rohstoff Technisches Hilfsmittel Straßenwinterdienst Landwirtschaft Sonstige Verwendung
Bedeutung und Mythologie des Salzes 45
Der Name Salz Mythologie und Brauchtum Schutz Reinigung Heilung
Welche Eigenschaften besitzt Salz? 49
Lauge und Säure Schutz und Auflösung Die Verbindung zum Wasser
Was macht Salz im Körper? 52
Lebensnotwendige Funktionen von Salz Wirkungen von Natrium und Chlorid Eigenschaften der Begleitstoffe Spurenelemente Kann der Körper mineralische Substanzen verwerten? Wann entstehen aus Mineralstoffen Schlacken?
Was sind die Heilkräfte des Salzes? 56
Auslese, Läuterung und Reinheit Die enge Beziehung zum Wasser Der Säurenanteil Der Laugenanteil Das Gleichgewicht der Gegensätze Die kubische Kristallstruktur Die lebensnotwendige Substanz
Die Qualität des Salzes 60
Vorsicht Falle! Qualitätskriterien: Salzkristalle; Kristallsalz; Steinsalz; Raffiniertes Salz; Salz mit künstlichen Zusätzen Jodsalz Fluor im Salz
Salz als Heilmittel 72
Heilstollen Salzsteine als Heilsteine Reinigung von Heilsteinen im Salz Steinsalz-Leuchten Die Wirkung der Farben Heilwirkungen des Speisesalzes Das Speicheln Interessante Hausmittel: Salz bei Kreislaufschwäche; Der Salzkreis ums Haus; Wärme- und Kältesäckchen Die Heilkraft der Sole Die Verwendung von Sole Sole-Herstellung Salz in der Homöopathie
Heilkundliche Anwendungen von Sole 96
Sole-Trinkkur Sole-Kur zur Darmreinigung Sole-Bad Sole-Inhalation Nasenspülung Mund- und Zahnpflege Sole-Umschläge Salz-Socken Sole-Einreibungen Salzpeeling Sole-Anwendungen und andere Naturheilverfahren: Kräuterheilkunde; Aromatherapie
Heilwirkungen und Indikationen von A - Z 109
Dank 114
Abbildungsnachweis 115
Bibliografie 116
Adressen 118
___
Die Dosis macht das Gift
oder: Ist Salz nun gut oder schlecht?
Ohne Salz gäbe es kein Leben, wie wir es kennen! Keine lebende Zelle, kein Organismus kommt ohne Salz aus. Und doch beträgt die tödliche Dosis für einen Erwachsenen nur 30 Gramm. Ist Salz also ein lebensnotwendiger Giftstoff? Kann es schaden, kann es nützen, kann es heilen?
Die Urteile über das Salz fallen je nach vorherrschendem Trend höchst unterschiedlich aus: Noch vor wenigen Jahren wurde es verteufelt. Natrium, welches gemeinsam mit Chlor unser Salz (Natriumchlorid) bildet, wurde damals zu dem Übeltäter bei Bluthochdruck und anderen Beschwerden hochstilisiert. In der Folge wurde beim Mineralwasserkauf heftig um jedes Milligramm Natrium gefeilscht, während die Frühstückseier weiterhin kräftig gesalzen wurden.
Heute ist Salz plötzlich das Heilmittel gegen alles. Ein Löffel Sole (der immerhin 780 Milligramm Salz enthält!) am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen, scheint die Devise. Allergien, Erkältungen, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Frauenleiden, Erkrankungen von Herz, Kreislauf, Nieren, Blase usw. alles scheint plötzlich mit Salz kurierbar zu sein.
Der Laie staunt, der Fachmann wundert sich! Wie kann ein und derselbe Stoff einmal Gift und ein andermal Heilmittel sein? Im Grunde ganz einfach: Die Dosis macht das Gift! erkannte schon Paracelsus. Es kommt auf das richtige Maß an. Und genau hier werden die meisten Fehler gemacht. Viel mehr als die Herkunft (ob aus dem Himalaya oder aus Heilbronn), vermeintliche Begleitsubstanzen oder gar angeblich durch Druck verkleinerte Elemente entscheidet nämlich unser Umgang mit Salz, ob dieses heilsam oder schädlich für uns ist.
Michael Gienger und Gisela Glaser möchten daher mit diesem Büchlein wichtige, doch leider vielfach vergessene oder unbekannte Informationen zum richtigen Umgang mit Salz weitergeben. Beide sind Praktiker und besitzen große Erfahrung mit der Materie. Michael Gienger aus Tübingen ist einer der führenden Experten der Steinheilkunde, Gisela Glaser ist Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Nürtingen.
Beiden Autoren liegt Salz als Heilmittel sehr am Herzen, beide können aus Erfahrung von vielen positiven Wirkungen berichten. Doch der aktuelle Umgang vieler Menschen mit Salz ist sehr leichtfertig und aufgrund falscher Informationen manchmal auch gefährlich. Dieser bewußt knapp und überschaubar gehaltene Leitfaden ermöglicht einen sicheren und heilsamen Umgang mit Salz.
Was ist Salz?
Salz ist eine im Grunde sehr einfache Verbindung aus zwei Elementen. Natrium (Na) und Chlor (Cl) liegen im Salz genau im Mengenverhältnis 1 : 1 vor. Beide Elemente zählen zu den Top Twelve der Gesteine: Natrium hält mit einem Anteil von 2,6% den sechsten und Chlor mit 0,2% den elften Rang in der Reihenfolge der Häufigkeit. Das bedeutet, bei 93 natürlichen Elementen kommen Natrium und Chlor relativ häufig vor. Dementsprechend ist auch ihre Verbindung, das Salz, durchaus nicht selten.
Salz ist wasserlöslich, sein Hauptanteil findet sich daher in gelöster Form in den Weltmeeren. Würden die Ozeane komplett austrocknen, so würden sie eine enorme Menge an Salz hinterlassen: Der gesamte ausgetrocknete Meeresgrund, also 70% der Erdoberfläche, wären dann mit einer 60 m dicken Kruste eingetrockneter Substanzen überzogen und allein 47,5 m davon bestünden aus Salz! Eine unvorstellbare Menge!
Abb. 1: Salzablagerung beim Eintrocknen der Ozeane
Bezeichnungen für Salz
Da auch andere wasserlöslichen Substanzen (wie z.B. Magnesiumsulfat = Bittersalz) als Salze bezeichnet werden, spricht man beim Natriumchlorid in der Chemie oder Biologie auch vom Kochsalz, in der Geologie vom Steinsalz und in der Mineralogie vom Halit. Gemeint ist damit jedoch stets dieselbe Substanz.
Neuerdings hat sich auch der Name Kristallsalz eingebürgert, der ein besonders hochwertiges Steinsalz bezeichnen soll. Ganz glücklich ist diese Namenswahl jedoch nicht, denn der Zusatz Kristall- kann sich auf zweierlei beziehen: zum einen auf eine kristalline Struktur (die hat jedoch jedes Salz), zum anderen auf eine Kristallform (was die meisten so bezeichneten Salze eben nicht haben).
Was ist Kristallsalz?
Eine Substanz hat dann eine kristalline Struktur, wenn die Teilchen, aus denen sie aufgebaut ist, eine regelmäßige Ordnung besitzen. Im Kochsalz oder Steinsalz ordnen sich die Elemente Natrium und Chlor z.B. so an, daß eine würfelige innere Struktur entsteht (siehe Abb. 2). Man sagt daher, daß Steinsalz eine kubische Kristallstruktur besitzt (von lat. kubus = Würfel).
Abb. 2: Zusammensetzung des Steinsalzes
Substanzen, die eine solche innere Ordnung besitzen, nennt man kristallin. Steinsalz oder Kochsalz hat nun immer diese innere Ordnung, ganz egal ob das Salz in der Natur entstand oder im Reagenzglas. Es ist zur Entstehung dieser Struktur auch keinerlei Druck notwendig, die Struktur des Salzes entsteht praktisch von selbst (siehe auch das Kapitel: Wie bildet sich Salz?). So betrachtet ist Salz also immer kristallin. Jedes Salz wäre demzufolge ein Kristallsalz, die Bezeichnung als Qualitätsbegriff also wertlos.
Auf der anderen Seite spricht man von einem Kristall, wenn sich die innere Ordnung einer Substanz durch ein regelmäßiges Wachstum nach außen zeigt. Jedem ist hier sicherlich das Bild des Bergkristalls vor Augen, von dessen regelmäßiger Form der Name Kristall abgeleitet wurde. Aus dem ursprünglichen Mineralnamen für den klaren, eisähnlichen Quarz (griech. krystallos = Eis) wurde so die Bezeichnung für eine regelmäßige Form. Nebenbei bemerkt, mit dem griechischen christos = der Gesalbte hat der Kristall nichts zu tun!
Auch Salz kann Kristalle bilden, die seiner inneren Struktur entsprechend tatsächlich würfelförmig werden. Diese werden logischerweise Salzkristalle genannt. So betrachtet dürfte man eigentlich nur dann von Kristallsalz sprechen, wenn das Salz tatsächlich solche Kristallformen zeigt. Dann wäre der Name Kristallsalz tatsächlich ein Qualitätsmerkmal.
Kurioserweise wird der Name Kristallsalz im Handel jedoch meistens für derbes Steinsalz ohne Kristallform verwendet, das dadurch qualitativ vom gewöhnlichen Steinsalz abgegrenzt werden soll. Nur ein qualitativer Unterschied ist meist nicht zu finden. Vergleicht man z.B. eine aus Steinsalz bestehende Salzlampe mit den derben Brocken des sog. Himalaya-Kristallsalzes, so findet man keinen Unterschied. Und vollzieht man die Herkunftswege nach, so wird deutlich: Es gibt auch keinen Unterschied. Es ist dasselbe Salz aus denselben Minen! Sie können also ihre Salzlampe aufessen. Nur verzichten Sie bitte auf Birne, Kabel und Fassung!
Abb. 4: Derbes Steinsalz
Wir haben diesen kleinen Exkurs hier eingefügt, um deutlich zu machen, weshalb wir den Namen Kristallsalz in einem wesentlich engeren Sinne verwenden, als üblich (vgl. das Kapitel Die Qualität des Salzes). Ansonsten belassen wir es beim traditionellen Steinsalz oder der Einfachheit halber mitunter schlicht beim Salz.
Damit wir richtig verstanden werden: Der Begriff Kristallsalz ist als Handelsname durchaus in Ordnung, denn jedes Salz ist eine kristalline Substanz. Doch so, wie er allgemein verwendet wird, ist der Begriff Kristallsalz für sich allein noch kein Qualitätskriterium. Viel wichtiger ist die Garantie, daß das Salz naturbelassen, nicht raffiniert und frei von Zusätzen ist. Bitte lesen Sie dazu das Kapitel Die Qualität des Salzes.
Woher stammt Salz?
Salz ist ein Sediment.* Seine Bestandteile Natrium und Chlor waren vor langer Zeit in anderen Mineralien und Gesteinen gebunden. Durch Verwitterung wurden sie aus diesen herausgelöst und vom Wasser hinweggeschwemmt. Da Natrium und Chlor sehr gut löslich sind, verbleiben sie im Wasser, wenn dieses durch Bäche und Flüsse strömt. So tragen alle Gewässer den großen Seen, Meeren und Ozeanen ständig neues Salz zu. Doch während das Wasser verdunstet, um als Wolke und Regen zurück zu den Quellen zu finden, bleibt das Salz in Gewässern ohne Abfluß zurück. Es kann nicht verdunsten. Daher reichert es sich an, bis das Lösungsvermögen des Wassers das Salz nicht mehr halten kann. Es fällt aus und lagert sich als feste Kruste ab. Diese Art der Entstehung wird chemische Sedimentation genannt, da aus Substanzen unterschiedlichen Ursprungs nun ein chemisch neu zusammengesetztes Gestein entsteht.
* Sediment = Ablagerungsgestein, von lat. sedimentum = Ablagerung
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Zubehör
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Quellsalz aus Portugal - 1000g Beutel | EUR 9,80 | |||
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Salzmühle mit Keramik-Mahlwerk | EUR 12,95 | |||
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